Freitag, 26. November 2010

Hygge



Ein Wort, ein Gefühl, das hier immer wieder in meinem Leben in Dänemark auftaucht. Jetzt zur Weihnachtszeit wird es besonders hyggelig. Draußen ist alles zugeschneit und ich sitze drinnen mit Freunden bei Kerzenschein, Plätzchen, Tee und Punsch(von Mama)...
Das Wort hygge an sich lässt sich nur wahrlich schwer übersetzen und deshalb versuche ich es auch gar nicht, sondern habe ein paar Informationen für euch zusammengesucht.
Ich wünsche allen eine schöne hyggelige Zeit!

Hyggelig (ursprünglich dän. und norw. ['hygəli], eingedeutscht ['hʏgəliç] oder, wohl in Analogie zu hügelig, ['hyːgəliç]) ist ein im Dänischen häufig verwendetes Adjektiv, das wörtlich „gemütlich“, „angenehm“, „nett“ und „gut“ bedeutet. Darüber hinaus hat hyggelig auch weitere, durchweg positiv belegte Konnotationen wie „geborgen“, „intim“, „im trauten Heim“, „lieblich“, „malerisch“, „Trost spendend“, „klein, aber fein“, „niedlich“. Diese Bedeutungen umfassend wird der Begriff oft im Sinne von „typisch dänisch“ auch von Dänen selbst als nationales Stereotyp gebraucht.

One of the fundamental aspects of Danish culture is "hygge", which, although translated as "coziness" is more akin to "tranquility". Hygge is a complete absence of anything annoying, irritating, or emotionally overwhelming, and the presence of and pleasure from comforting, gentle, and soothing things. Hygge is often associated with family and close friends. Christmas time when loved ones sit close together with candles lit on a cold rainy night is "hygge", as is grilling a pølse (Danish sausage) on a long summer evening. These examples, although they do not precisely define "hygge", can give an English speaker an idea of a deeply valued traditional concept of Danish culture.


The Danes have a word that's hard to translate, and no foreigner can hope to pronounce, but it's as Danish as pork roast and cold beer. It's hygge, and it goes far in illuminating the Danish soul.
The closest we can come phonetically is "hooga," if we try forming our mouths for "ee" while saying "oo." It doesn’t translate directly into any other language but we can illustrate it in action.


Gather the family and invite over a couple of good friends. Push the sofas and chairs up close to the coffee table. Douse the electricity and light some candles. Better yet, light a fire in the hearth.
Serve plenty of food and drink. Raise a toast or two, or three, and feel the warmth flow around the table. Look at each other until you see the candlelight shimmering in each other’s eyes.
You've got hygge!

No synonyms

Luckily, we didn't have to use near-synonyms like coziness, fellowship, security, reassurance or well-being. They just don't add up to hygge. The whole is greater than the sum of its parts.
Hygge didn't originate in the Danish language but in Norwegian, where it meant something like "well-being." It first appeared in Danish writing around the end of the 18th Century and the Danes have embraced it like a fat baby.


It´s everywhere

One good thing about hygge is that you can apply it anywhere. Danes allocate it generously to everything commonplace.

"Hygge is essentially a phenomenon of overabundance," according to newspaper columnist Anne Brockenhuus-Schack. "You can't hygge yourself very much if you're cold and hungry."
Other pundits profess that hygge is born of the climate: The Danish winter is notoriously long and dark, but summer nights can be remarkably bright and balmy. Anthropologist Henny Harald Hansen subscribes to this theory of hygge.

"It's a term that has grown out of our cold and darkness, when we come together around a source of heat. Our ancestors surely didn't decide to settle here in December!" she writes.
Certainly, Danish life is far more centered around home and hearth than in warm, southern lands. Try making hygge on a Mediterranean marble floor!

The Danes also think that sitting at a seaside picnic table or amid the flora of a summer garden is just as hyggelig as huddling close to the fire on a winter's night.

A critical ingredient in hygge is familiarity. This doesn't suggest intimacy, however. That's an entirely different word: råhygge, or literally "raw hygge." That's when you get beyond superficiality into the real meat of existence like the origin of the universe or your monthly average disposable income, after tax.

The high season of hygge

The High Season of Hygge is Christmas. Danes lead a secular lifestyle but when it comes to religious holidays, they pull out the stops. Some people believe that early Danes adopted religion in order to get the occasional day off.

But as the Danish sun approaches its winter solstice, daylight is squeezed down to little more than six hours. This makes a lot of darkness, but the Vikings fight back with millions of candles, red-capped elves, rice porridge with cinnamon and an exhausting social agenda.

Then on Christmas Eve, the quest for hygge even drives the Danes to lighting real candles on their Christmas trees. Homeowners’ insurance is expensive here.
This hygge-o-rama (author's word) continues through New Year's Day. But one Danish Christmas carol asserts that "... Christmas lasts all the way to Easter."

Never say die, those Danes. Hygge is their heritage - and their destiny.

Donnerstag, 11. November 2010

Ein Fünftel geschafft!

Bleiben noch vier weitere. Wovon ist die Rede? Natürlich von meinen Klausuren.
Um 13Uhr hatte ich heute meine erste Prüfung. In Comparative Welfare State Studies wurde ich eine halbe Stunde mündlich(auf Englisch natürlich) getestet.
Herausgekommen ist dabei eine 7. Das dänische Notensystem hatte eine 7-teilige Notenskala.
-3,0,2,4,7,10,12. Mit -3 und 0 ist man durchgefallen.
Muss noch herausfinden, wie das jetzt in das System an den deutschen Universitäten umgerechnet wird, da wir ja viel viel mehr Stufen haben.
Ich bin einfach nur froh, dass die Klausur vorbei ist und freue mich auf ein entspanntes (Party-)Wochenende.
Uuuuund, endlich "darf" ich wieder Gossip Girl und How I met your mother schauen:)

Dienstag, 2. November 2010

Ein Schmausewochenende

Ja, wir sind eine verfressene Truppe: So kam es, dass ich seit Donnerstag jeden Abend mit meinen Leuten hier gekocht habe. Das traditionsreiche Gericht Spaghetti mit Tomaten-Gemüse-Sauce, originelle Pizza mit zehnerlei Belägen und DER Hotdog. Acht bis zwölf hungrige Mäuler wollen satt werden :D
Gestern, am Montag, ließen wir uns dann schließlich bekochen, wie es sich an einem ordentlichen Montag gehört. Nach zweiwöchiger Ferienpause fand gestern nämlich wieder das allmontägliche Monday's Café im Ungdomshuset statt.
Auf dem Menü stand:
Mexican tortilla:
Chilli con carne
Cheddar chease
Guacamole
Sour cream
And all that with rice :)

Sounds good, right?


Es hat sich so eingebürgert, dass wir dort jeden Montag hingehen. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich, es gibt leckeres Essen und viele nette Menschen.... was will man mehr?

Über das Monday's Café(Facebook-Info):

Ungdomshuset's Café in Odense opens every Monday between 6 and 10 p.m. for international students and friends. There is always good food from all over the world, great prices and cool company! There's always space for a movie, good music, an exhibition and many more! Everybody is very welcome to come by :-)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Norge


Oha, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll....
Um sich vom anstregenden Studium mitten im Semester zu erholen, haben die Studenten hier eine Woche Herbstferien.
Diese Ferien haben 8 Deutsche und eine Französin dazu genutzt Südnorwegen zu erkunden. Die anderen machten sich schon am Samstag auf den Weg. Ich stieß am Dienstag in Oslo dazu. Von dort aus ging es mit 2 vollbepackten Autos Richtung Bergen. Ziel war jedoch zunächst eine Hütte auf der Hälfte der Strecke.
Die Weg führte uns durch extrem dünn besiedelte Gebiete mit teilweise nur einem Radiosender- wie wir feststellten. Auf der Fahrt trafen wir dann die verschiedensten Vegetationsarten vor: Von grünen, saftigen Wäldern bis zu kargem Fels war alles dabei.
Auf etwa halber Strecke erreichten wir den Ort Geilo, auf den wir uns schon sehr gefreut hatten- es stand nämlich eine Fotosession mit dem Ortsschild an- was bei Melissa, der Französin, zunächst für Unverständnis sorgte bis wir es ihr erklärten.
Immernoch lagen etliche Kilometer vor uns, aber in Norwegen bewegt man sich einfach nicht so schnell vor wie in Deutschland, was daran liegt, dass außerorts die Höchstgeschwindigkeit 80km/h beträgt, man oft aber nur mit 60 oder 70km/h voran kommt und man außerdem ständig den Drang verspürt anzuhalten und zu staunen und Fotos von der atemberaubenden Landschaft zu machen.
In der Dunkelheit kamen wir dann an unserer Hütte mitten im Nirgendwo an. Es wurde ein gemütlich lustiger Abend am Kamin mit lustigen Trinkspielen, A-Bar-Musik, original französischen Crepes sowie Hotdogs als Mitternachtssnack.
Am nächsten Morgen bot sich dann dieser Ausblick von der Hütte:Nächster Stop: Bergen, bzw eigentlich nicht nächster Stop, denn die häufigen Stopps kamen wie gewohnt auf der Fahrt durch viele enge Tunnel, Täler und enge Straßen.
Bergen ist mit seinen 256000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Norwegens und gilt als die schönste Stadt im Land. Das kann ich nur bestätigen.
Am zweiten Tag in Bergen ereigneten sich- wie sich im Nachhinein herausstellen sollte- mehrere glückliche Zufälle.
(1.) Es regnete. Das führte dazu, dass meine Schuhe innerhalt von 5 Minuten klitschnass waren und das Wasser in diesen nur so hin und her schwappte. Es mussten neue möglichst wasserdichte Schuhe her.
Viele Schuhläden wurden abgeklappert, doch es war nichts passendes dabei. Im letzten Schuhladen dann hatte ich die Wahl zwischen zwei Paaren. Ich entschied mich dann schließlich für ein Paar Gummistiefel, proebierte das andere Paar aber noch einmal an. Als ich mich jedoch wieder zu meinen Gummistiefeln umdrehte und diese bezahlen wollte, waren diese verschwunden und ich fand sie in den Händen einer Frau, die damit schon an der Kasse am bezahlen stand, wieder. (2.)Tja aus der Traum von den Gummistiefeln.
Also kaufte ich das andere Paar, was sich später noch als wahrer Glückgriff herausstellen sollte.

Mit etwas mulmigem Gefühl machten wir uns am Tag drauf auf nach Stavanger. Es war kein gutes Wetter angesagt, dabei wollten wir doch unbedigt die Wanderung auf den Preikestolen machen....
Wer einmal die gleiche Route fahren möchte, dem sei gesagt, dass die Strecke nur so von Mautstrecken und Fähren wimmelt, sodass man immer etwas mehr Geld parat haben sollte!
Stavanger stellte sich als schöne Stadt heraus. Besonders gefiel uns eine farbenfrohe Straße, die wir liebevoll Pippi-Langstrumpf-Gasse getauft haben.
Abends hatten wir wieder viel Spaß in einer gemieteten Hütte direkt am Fjord. Es wurde ordentlich in Alex' Geburstag reingefeiert, jedoch nicht zu wild und zu lange, denn am nächsten Tag stand eine lange Wanderung an.
Hier zeigte sich nun der wahre Wert von meinen neu erstandenen Schuhen, denn ohne deren Unterstützung hätte ich es wohl nicht auf den Berg geschafft!
Wie man unschwer erkennen kann: der Höhepunkt dieser Reise.


Norwegen kann was!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Nationalfeiertag in Dänemark

Heute, am Tag der Deutschen Einheit, dachte ich mir, schaue ich doch mal nach, wann Dänemark seinen Nationalfeiertag hat:

Der Grundlovsdag (zu deutsch Tag des Grundgesetzes) ist der dänische Nationalfeiertag am 5. Juni. Er ist allerdings kein arbeitsfreier Feiertag. Zwischen 1891 und 1975 war der Grundlovsdag offiziell ein halber Feiertag. Trotzdem schließen viele Geschäfte und Behörden an diesem Tag ganz oder früher.

Bereits nach der Einführung der dänischen Verfassung (Junigrundloven) am 5. Juni 1849 durch die Unterschrift von König Frederik VII. wurden an den Jahrestagen der Einführung größere Versammlungen und Feste abgehalten. Die Einführung der Verfassung markierte die Einführung der konstitutionellen Monarchie und die Abschaffung des Absolutismus, der seit 1660 bestand.

Seit den 1870er Jahren wurde der Grundlovsdag zunehmend für parteipolitische Versammlungen genutzt, was großenteils bis heute der Fall ist. Jede politische Partei hält am Grundlovsdag eine oder mehrere Veranstaltungen ab

Årsfest

Am Freitag fand das alljährliche Årsfest an der Uni statt. Ein riesiges Fest in der Uni mit Programm ab nachmittags, zu dem Mitarbeiter, Studenten, Freunde, Familie, Alumnis der Uni kommen und bis in die Nacht zusammen feiern.
Da das Nachmittagsprogramm hauptsächlich Reden auf Dänisch beinhaltet, haben wir uns entschieden, auch das Dinner aus finanziellen Gründen mitzuüberspringen und nur am richtigen Funpart ab 21Uhr teilzunehmen. Hier kosteten die Tickets dann nur noch 40Kronen.
Nun konnte ich endlich zum ersten Mal mein Abendkleid anziehen, dass ich mir im Juli schon gekauft habe. Ich hatte einfach den Verdacht, dass ich es brauchen würde und wollte dann nicht ohne da stehen, und so kaufte ich es in weiser Voraussicht, denn ein schönes Abendkleid kann man immer gebrauchen.
Leider sind die Bilder teils ziemlich verschwommen.(Zu meiner Entschuldigung: Ich habe sie nicht gemacht...)

Pünktlich um Mitternacht wurde dann auf das Geburstagskind angestoßen...
....und bekanntlich kommt das Beste zum Schluss: